Portmore

File 80Das Originellste an der Küstenstadt Portmore ist wohl die Pferderennbahn, denn eine solche gibt es in keiner anderen Gegend des Landes. Portmore ist die drittgrößte Stadt Jamaikas und wird oft als Vorort von Kingston gesehen. Tatsächlich wohnen viele Menschen in Portmore, die zur Arbeit oder in die Schule nach Kingston kommen und gemeinsam mit der jamaikanischen Hauptstadt bildet der Ort das kulturelle Zentrum des Landes.

File 250Portmore ist eine klassische Planstadt. Zwar lebten bereits seit dem 17. Jahrhundert die Briten an diesem Platz, doch war die Siedlung bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts nicht als Stadt zu bezeichnen. Der Ort wuchs jedoch stetig an, da die Hauptstadt Kingston völlig überfüllt war und sich ausdehen musste. In den 1960ern wurden dann systematisch Tausende von Wohnhäusern in Portmore errichtet. Verantwortlich hierfür waren die WIHCON, die West Indies Home Contractors, die zahlreiche Wohnblöcke bauen ließen. Seitdem wächst die Stadt stetig an, einige riesige Shoppingmalls und Unterhaltungszentren sind in den letzten Jahrzehnten entstanden.

Seit 1997 hat Portmore Stadtrecht und es wird immer weiter gebaut. Sehenswürdigkeiten gibt es in Portmore kaum, denn eine echte Altstadt ist nicht vorhanden und die Architektur wirkt leicht ökonomisch. Die bereits erwähnte Pferderennbahn Cayamanas Park ist jedoch beliebt: mittwochs, samstags und an Feiertagen finden hier am Nachmittag Pferderennen statt, die einen Besuch wert sind. Im Stadtteil St. Catherine befindet sich mit dem Hellshire Beach der schönste Strand der Umgebung. Er ist ein populäres Ausflugsziel und gilt als sehr sicher für große und kleine Schwimmer. Einige Ruinen erinnern heute an das Fischerdorf Port Henderson, das sich im Süden von Portmore einst befand. Eindrucksvoll ist außerdem das Fort Augusta aus dem 18. Jahrhundert, welches heute als Frauengefängnis genutzt wird. Es befindet sich auf der Strecke zwischen Kingston und Portmore.